|Rezension| Helden des Olymp #5- Das Blut des Olymp von Rick Riordan

Verlag: Carlsen | Hardcover | 528 Seiten| 18,99€ (DE)

 

Klappentext:

„Die Erdgöttin Gaia ist stark wie nie – ihre Armee aus Riesen ist auferstanden und sie selbst steht kurz davor! Sie braucht nur noch das Blut zweier Halbgötter, um vollends zu erwachen und die Herrschaft über die Welt an sich zu reißen. Und dieses Blut wollen ihr Percy und seine Freunde auf keinen Fall geben! Doch wie sollen sie gegen die Monsterarmee bestehen? Und wie können sie gleichzeitig den drohenden Krieg zwischen römischen und griechischen Halbgöttern daheim im Camp Half-Blood verhindern? Jetzt geht es um alles …“

Quelle:https://www.carlsen.de/hardcover/helden-des-olymp-5-das-blut-des-olymp/22702

Meinung:

Da ich die Percy Jackson-Reihe abgöttisch liebe und auch die Mythologie total spannend und interessant finde, habe ich auch die „Helden des Olymp“-Reihe sehr gemocht. Nun es ist soweit, ich bin beim letzten Teil der Reihe angekommen und erhoffte mir ein spannendes Finale mit Rick Rordans tollen Schreibstil mit viel Bildhaftigkeit und Witz. Meine Erwartungen an das Buch waren also sehr hoch.

In diesem Band rücken Percy & Anabeth eher in den Hintergrund, denn sie haben keine eigenen Kapitel, die aus ihrer Perspektive geschrieben sind. Vielleicht wollte Rick Riordan damit einen langsamen Abschied von diesen tollen Charakteren ermöglichen, die mir unglaublich ans Herz gewachsen sind. Nichts desto trotz sind die beiden wesentlich für die Geschichte und ausschlaggebend für die Prophezeiung, ihr bekommt also auch noch in diesem Teil eine ordentliche Portion dieses Dreamteams, auch wenn sie keine eigenen Kapitel haben.

Dafür rückt Nico, der Sohn des Hades, in den Vordergrund und viele Teile der Geschichte werden aus seiner Perspektive erzählt. Der von Trauer, Tod und sonstigen negativen Vibes geplagte Halbgott macht in diesem Teil der Reihe eine enorme Entwicklung durch. Er erkennt, dass er nicht ganz alleine ist und Freunde hat, denen er wichtig ist und er wird zumindest etwas glücklicher. Ich verspürte zum ersten Mal wirklich Sympathie mit dem jungen Halbgott. Außerdem gewinnt er in diesem Teil noch mehr an Stärke, so wie es bei Piper, Hazel und Frank schon in den vorherigen Teilen der Fall war. Ich finde, dass man hier zum ersten Mal so richtig seinen enormen Fähigkeiten bewusst wird, die er auch häufig einsetzen muss.

Reyna, Prätorin des römischen Halbgott-Camps, der zwölften Legion rückt in den Vordergrund, denn sie ist sehr wichtig für den Einsatz. Ich lernte viel über ihre Vergangenheit, ihre Stärken und ihren Mut. Reyna ist ein starker Charakter, vor dem ich viel Respekt hatte.

Leo, Sohn des Hephaistos, vermisst Kalypso, in die er sich im vierten Teil der Reihe verliebt hat. Er möchte sie suchen, falls er den Kampf gegen Gaia überleben sollte. Er hat nach wie vor seinen Humor nicht verloren und großes Geschick in Handwerk und Mechanik. Leo tüftelt im Verborgenen einen Plan aus ohne seine Freunde einzuweihen.

Das ist soweit das wichtigste zu den Charakteren des Bandes. Würde ich hier auf jeden Charakter eingehen, würde es die Maße einer Rezension meiner Meinung nach sprengen.

Gaia steht kurz vor dem Erwachen. Die Prophezeiung sagt, dass das Blut des Olymp sie wecken wird. Die Götter sind nach wie vor gefangen in ihrem Zwiespalt zwischen ihrer griechischen und römischen Identität und können deshalb den Helden nur wenig Helfen. Nach der Prophezeiung wird es eine Entscheidung geben: Feuer oder Sturm? Leo oder Jason? Eins steht fest, einer der Helden des Einsatzes wird sterben. Um dies zu verhindern sucht die Besatzung des Schiffes Argo II nach den Zutaten für ein All-Heilmittel, während Nico, Reyna und Trainer Hedge die riesige Staue der Athene nach Long Island bringen müssen, um den Krieg zwischen dem römischen und griechischen Halbgottcamp zu verhindern. Doch es bleiben nur noch wenige Tage Zeit, bevor Gaia alles der Erde gleich machen wird.

Ich habe wie bisher in jedem Percy-Jackson-Buch und Bücher dieser Reihe sehr lange gebraucht, um in die Geschichte und in den Lesefluss zu kommen. Die Geschichte war generell etwas Zäh, da sehr viel auf wenigen Seiten passiert. Ich dachte also immer, wenn schon viel passiert ist, dass ich bestimmt schon mega viel Seiten gelesen habe, um dann festzustellen, das ich nur wenige Seiten weiter bin. Trotz allem wollte ich immer weiter lesen, als ich dann schließlich in das Buch reingefunden hatte und war dann auch im Lesefluss und das Buch wurde zum Page-Turner.

Bei der „Helden des Olymp“-Reihe finde ich nach wie vor großartig, dass es nicht wirklich feste Protagonisten gibt, sondern sich das jedes Mal ändert, wer jetzt im Vordergrund ist und aus wessen Perspektive geschrieben wird, wobei die Geschichte von einem Er-Erzähler geschildert wird. So lernte man wirklich jeden Charakter im Laufe der Reihe sehr gut kennen. Ich finde toll, dass letztendlich jeder der Hauptcharaktere und dieser Geschichte eine enorme Entwicklung gemacht hat und stärker geworden ist.

Der Wechsel der Perspektiven und auch die Spaltung der Geschichte in zwei Handlungen, die an unterschiedlichen Orten stattfinden, erzeugen sehr viel Spannung und zwingen einem geradezu immer weiterzulesen.

Der Humor fehlt natürlich auch in diesem Band nicht. Generell ist es immer witzig wie Rick Riordan die alte mythologische Welt mit der Gegenwart vermischt. Ich lernte so auch mit Spaß wieder viel über die Mythologie.

Rick Riordans Schreibstil ist einfach klasse. Ich konnte mir alles sehr bildlich vorstellen. Der Autor spinnt ein Netz mit Hinweisen nicht nur innerhalb des Buches, sondern über die ganze Reihe. Es wird alles immer wieder aufgegriffen. Ich finde, man merkt richtig, dass die Folgebände nicht zwanghaft geschrieben werden, um irgendwie die Reihe fortzuführen und noch mehr Geld daraus zu scheffeln. Sondern es wirkt so, als wäre die ganze Reihe eine zusammenhängende Geschichte, die dann in fünf Teile aufgeteilt werden musste, damit das Buch nicht überdimensionale Ausmaße annimmt.

Das Ende war sehr spannend und auch größtenteils unvorhersehbar. Allerdings ging es mir dann am Schluss ein bisschen zu schnell, was mich etwas enttäuschte.

Fazit:

Der letzte Band der „Helden des Olymp“-Reihe hat meine Erwartungen so ziemlich erfüllt. Ein spannendes Finale, für das ich mir noch ein etwas spektakuläreres Ende gewünscht hätte. Die einzigartigen Charaktere und vor allem das enorme Maß an Spannung schließen die Reihe gelungen ab. Ich bin sehr traurig, dass es nun vorbei ist, freue mich aber auch auf das neue Projekt von Rick Riordan, bei dem es um Apollo gehen wird.

4herz

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