|Rezension| Helden des Olymp #5- Das Blut des Olymp von Rick Riordan

Verlag: Carlsen | Hardcover | 528 Seiten| 18,99€ (DE)

 

Klappentext:

„Die Erdgöttin Gaia ist stark wie nie – ihre Armee aus Riesen ist auferstanden und sie selbst steht kurz davor! Sie braucht nur noch das Blut zweier Halbgötter, um vollends zu erwachen und die Herrschaft über die Welt an sich zu reißen. Und dieses Blut wollen ihr Percy und seine Freunde auf keinen Fall geben! Doch wie sollen sie gegen die Monsterarmee bestehen? Und wie können sie gleichzeitig den drohenden Krieg zwischen römischen und griechischen Halbgöttern daheim im Camp Half-Blood verhindern? Jetzt geht es um alles …“

Quelle:https://www.carlsen.de/hardcover/helden-des-olymp-5-das-blut-des-olymp/22702

Meinung:

Da ich die Percy Jackson-Reihe abgöttisch liebe und auch die Mythologie total spannend und interessant finde, habe ich auch die „Helden des Olymp“-Reihe sehr gemocht. Nun es ist soweit, ich bin beim letzten Teil der Reihe angekommen und erhoffte mir ein spannendes Finale mit Rick Rordans tollen Schreibstil mit viel Bildhaftigkeit und Witz. Meine Erwartungen an das Buch waren also sehr hoch.

In diesem Band rücken Percy & Anabeth eher in den Hintergrund, denn sie haben keine eigenen Kapitel, die aus ihrer Perspektive geschrieben sind. Vielleicht wollte Rick Riordan damit einen langsamen Abschied von diesen tollen Charakteren ermöglichen, die mir unglaublich ans Herz gewachsen sind. Nichts desto trotz sind die beiden wesentlich für die Geschichte und ausschlaggebend für die Prophezeiung, ihr bekommt also auch noch in diesem Teil eine ordentliche Portion dieses Dreamteams, auch wenn sie keine eigenen Kapitel haben.

Dafür rückt Nico, der Sohn des Hades, in den Vordergrund und viele Teile der Geschichte werden aus seiner Perspektive erzählt. Der von Trauer, Tod und sonstigen negativen Vibes geplagte Halbgott macht in diesem Teil der Reihe eine enorme Entwicklung durch. Er erkennt, dass er nicht ganz alleine ist und Freunde hat, denen er wichtig ist und er wird zumindest etwas glücklicher. Ich verspürte zum ersten Mal wirklich Sympathie mit dem jungen Halbgott. Außerdem gewinnt er in diesem Teil noch mehr an Stärke, so wie es bei Piper, Hazel und Frank schon in den vorherigen Teilen der Fall war. Ich finde, dass man hier zum ersten Mal so richtig seinen enormen Fähigkeiten bewusst wird, die er auch häufig einsetzen muss.

Reyna, Prätorin des römischen Halbgott-Camps, der zwölften Legion rückt in den Vordergrund, denn sie ist sehr wichtig für den Einsatz. Ich lernte viel über ihre Vergangenheit, ihre Stärken und ihren Mut. Reyna ist ein starker Charakter, vor dem ich viel Respekt hatte.

Leo, Sohn des Hephaistos, vermisst Kalypso, in die er sich im vierten Teil der Reihe verliebt hat. Er möchte sie suchen, falls er den Kampf gegen Gaia überleben sollte. Er hat nach wie vor seinen Humor nicht verloren und großes Geschick in Handwerk und Mechanik. Leo tüftelt im Verborgenen einen Plan aus ohne seine Freunde einzuweihen.

Das ist soweit das wichtigste zu den Charakteren des Bandes. Würde ich hier auf jeden Charakter eingehen, würde es die Maße einer Rezension meiner Meinung nach sprengen.

Gaia steht kurz vor dem Erwachen. Die Prophezeiung sagt, dass das Blut des Olymp sie wecken wird. Die Götter sind nach wie vor gefangen in ihrem Zwiespalt zwischen ihrer griechischen und römischen Identität und können deshalb den Helden nur wenig Helfen. Nach der Prophezeiung wird es eine Entscheidung geben: Feuer oder Sturm? Leo oder Jason? Eins steht fest, einer der Helden des Einsatzes wird sterben. Um dies zu verhindern sucht die Besatzung des Schiffes Argo II nach den Zutaten für ein All-Heilmittel, während Nico, Reyna und Trainer Hedge die riesige Staue der Athene nach Long Island bringen müssen, um den Krieg zwischen dem römischen und griechischen Halbgottcamp zu verhindern. Doch es bleiben nur noch wenige Tage Zeit, bevor Gaia alles der Erde gleich machen wird.

Ich habe wie bisher in jedem Percy-Jackson-Buch und Bücher dieser Reihe sehr lange gebraucht, um in die Geschichte und in den Lesefluss zu kommen. Die Geschichte war generell etwas Zäh, da sehr viel auf wenigen Seiten passiert. Ich dachte also immer, wenn schon viel passiert ist, dass ich bestimmt schon mega viel Seiten gelesen habe, um dann festzustellen, das ich nur wenige Seiten weiter bin. Trotz allem wollte ich immer weiter lesen, als ich dann schließlich in das Buch reingefunden hatte und war dann auch im Lesefluss und das Buch wurde zum Page-Turner.

Bei der „Helden des Olymp“-Reihe finde ich nach wie vor großartig, dass es nicht wirklich feste Protagonisten gibt, sondern sich das jedes Mal ändert, wer jetzt im Vordergrund ist und aus wessen Perspektive geschrieben wird, wobei die Geschichte von einem Er-Erzähler geschildert wird. So lernte man wirklich jeden Charakter im Laufe der Reihe sehr gut kennen. Ich finde toll, dass letztendlich jeder der Hauptcharaktere und dieser Geschichte eine enorme Entwicklung gemacht hat und stärker geworden ist.

Der Wechsel der Perspektiven und auch die Spaltung der Geschichte in zwei Handlungen, die an unterschiedlichen Orten stattfinden, erzeugen sehr viel Spannung und zwingen einem geradezu immer weiterzulesen.

Der Humor fehlt natürlich auch in diesem Band nicht. Generell ist es immer witzig wie Rick Riordan die alte mythologische Welt mit der Gegenwart vermischt. Ich lernte so auch mit Spaß wieder viel über die Mythologie.

Rick Riordans Schreibstil ist einfach klasse. Ich konnte mir alles sehr bildlich vorstellen. Der Autor spinnt ein Netz mit Hinweisen nicht nur innerhalb des Buches, sondern über die ganze Reihe. Es wird alles immer wieder aufgegriffen. Ich finde, man merkt richtig, dass die Folgebände nicht zwanghaft geschrieben werden, um irgendwie die Reihe fortzuführen und noch mehr Geld daraus zu scheffeln. Sondern es wirkt so, als wäre die ganze Reihe eine zusammenhängende Geschichte, die dann in fünf Teile aufgeteilt werden musste, damit das Buch nicht überdimensionale Ausmaße annimmt.

Das Ende war sehr spannend und auch größtenteils unvorhersehbar. Allerdings ging es mir dann am Schluss ein bisschen zu schnell, was mich etwas enttäuschte.

Fazit:

Der letzte Band der „Helden des Olymp“-Reihe hat meine Erwartungen so ziemlich erfüllt. Ein spannendes Finale, für das ich mir noch ein etwas spektakuläreres Ende gewünscht hätte. Die einzigartigen Charaktere und vor allem das enorme Maß an Spannung schließen die Reihe gelungen ab. Ich bin sehr traurig, dass es nun vorbei ist, freue mich aber auch auf das neue Projekt von Rick Riordan, bei dem es um Apollo gehen wird.

4herz

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Connection

 

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|Rezension| The sun is also a star von Nicola Yoon

Verlag: Dressler | Hardcover | 400 Seiten | 19,99 € (DE)

 

Inhalt:

„Schicksalsfäden einer großen Liebe! Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.

Eine besondere Liebesgeschichte: Poetisch, berührend, ein Herzensbuch für junge Frauen!“

Quelle: http://www.dressler-verlag.de/buecher/jugendbuecher/details/titel/3-7915-0032-5/23422/33803/Autor/Nicola/Yoon/The_Sun_is_also_a_Star._.html

Meinung:

The sun is also a star, habe ich am Welttag des Buches gewonnen und mich sehr darüber gefreut. Da es auf Instagram ziemlich gehyped wurde, war ich sehr neugierig auf das Buch und wollte mir eine eigene Meinung bilden. Der Klappentext hat mich eigentlich nicht so sehr angesprochen, weshalb meine Erwartungen sich in Grenzen hielten.

Daniel ist ein junger Koreaner, der in New York lebt. Seine Eltern besitzen einen Afroshop und erwarten von Daniel, dass er wie sein Bruder Medizin studiert und das auf Yale. Daniel interessiert sich aber eigentlich viel mehr für Gedichte, schreibt selbst welche und würde am liebsten Dichter werden. Die Kapitel, die in seiner Sicht geschrieben sind, haben alle eine Überschrift wie es Titelstorys in Zeitungen normalerweise haben. Daniel glaubt an das Schicksal und an die wahre Liebe. Er ist sehr romantisch und emotional.

Natasha kommt ursprünglich aus Jamaika, ihre Familie lebt schon lange illegal in Amerika, da ihr Vater Schauspieler werden wollte. Leider mit wenig Erfolg, weshalb die Familie sehr arm ist. Wegen eines Vorfalls, muss die Familie noch heute auswandern, was Natasha auf jeden Fall verhindern möchte. Sie ist wütend auf ihren Vater, den sie früher über alles geliebt hat. Ihre Leidenschaft gilt der Physik und der Astrologie. Generell setzt sie alles auf die Wissenschaft, glaubt weder an die Liebe noch an Schicksal, da es nicht messbar ist und alles nur Zufälle sind.

Das Buch wird auch in den Sichten von den Nebenpersonen geschrieben und es werden immer wieder Hintergrundgeschichten eingeworfen, wodurch kaum etwas für den Leser verborgen bleibt und er alle Zusammenhänge nach und nach erkennen kann.

Die Charaktere im Buch sind einzigartig und individuell und hauchen der Geschichte viel Leben ein.

Natasha soll mit ihrer Familie noch heute Abend das Land verlassen. Daniel hat ein Vorstellungsgespräch für eine Empfehlung für das College Yale, auf das er eigentlich gar nicht gehen will. Die beiden treffen in New York aufeinander, zwei Kontrahenten mit total unterschiedlichen Vorstellungen von dem Leben und der Liebe. Aber Daniel erkennt, dass Natasha etwas ganz besonderes ist und möchte, dass sie sich in ihn verliebt. Er weiß nur nicht, dass er dafür nur einen Tag Zeit hat.

The sun is also a star ist eine Geschichte über die Liebe und die Zusammenhänge der Welt.

Das Buch ist wirklich sehr besonders mit seinen verschiedenen Sichten, kurzen Kapiteln und kleinen Geschichten. Es wird viel Abwechslung geboten.

Die Autorin hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben und muss einiges an Recherchearbeit in das Buch gesteckt haben und es hat sich gelohnt. Das Buch ist spannend und unterhaltsam. Der Schreibstil ist sehr schön und flüssig lesbar. Ich hatte immer Lust an dem Buch weiterzulesen. Die Geschichte hat mich emotional berührt und die Theorien, die während der Handlung aufgestellt werden haben mir sehr gut gefallen. Ich habe sehr gerne weiter über diese Theorien nachgedacht und mir hat der tiefere Sinn und die Message des Buches unglaublich gut gefallen.

Im Laufe der Geschichte erkennt man auch immer mehr den Sinn des Covers, was ich sehr gut fand, denn das Cover fand ich am Anfang etwas merkwürdig und ich wusste nicht so ganz, was ich damit anfangen soll.

Ein Buch über die Liebe: Ist es Schicksal, sogar ein Wunder oder doch alles wissenschaftlich erklärbar, alles nur Biochemie und Evolutionsbedingt?

Eine wirklich sehr interessante Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat und die ich nachdem ich das Buch zugeklappt habe, noch nachwirken lassen musste. Mir persönlich hätte es gefallen, wenn noch ein wenig mehr Humor ins Spiel gebracht worden wäre, aber rundum war es ein sehr schönes Leseerlebnis.

Das Ende ist relativ offen und lässt Freiraum für die eigene Fantasie, sodass man sich quasi ein eigenes Ende im Kopf schreiben kann.

Fazit:

Das Buch hat mich sehr überrascht und alle meine Erwartungen übertroffen. Eine total berührende und auch irgendwie poetische Geschichte zum Grübeln und Mitfühlen. Etwas ganz Besonderes mit außergewöhnlichen Charakteren und einem anderen Aufbau, als man es sonst gewohnt ist. Eine absolute Leseempfehlung!

 

5herz

|Rezension| Maybe Someday von Colleen Hoover

Verlag: dtv | Broschur | 432 Seiten | 12,95 € (DE)

Inhalt:

„Das Letzte, was Sydney will, als sie bei dem attraktiven Gitarristen Ridge einzieht, ist, sich in ihn zu verlieben. Zu frisch ist die Wunde, die ihr Ex hinterlassen hat. Und auch Ridge hat gute Gründe, seine neue Mitbewohnerin nicht zu nah an sich ranzulassen, denn er hat seit Jahren eine feste Freundin: Maggie – hübsch, sympathisch, klug, witzig. Und dann passiert es doch. Als Sydney beginnt, Ridge beim Songschreiben zu helfen, kommen sie sich näher als erwartet. Auch wenn beide die Stopptaste drücken, bevor wirklich etwas passiert, können sie nichts gegen die immer intensivere Anziehung ausrichten, die sie zu unterdrücken versuchen – vergeblich.“

Meinung:

Ich bin ja ein totaler Fan von Colleen Hoover und bin gerade dabei alles von ihr zu lesen. Maybe Someday war jetzt auch endlich dran. Es hat mich schon längere Zeit in den Buchgeschäften angelächelt und der Inhalt hörte sich vielversprechend an. Ich versprach mir vom Klappentext eine erfrischende Liebesgeschichte für zwischendurch. Ich erwartete also nicht die mega mitreißende Story, sondern einfach eine schöne und leichte Geschichte. Und da es dann auch noch um Musik geht, habe ich mich sehr auf das Buch gefreut.

Sydney wurde von ihrem Freund und dazu noch von ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin betrogen. Sie studiert Musik, obwohl ihre Eltern das nicht unterstützen, da sie für ihre Tochter das Jurastudium vorgesehen hatten. Sie ist eine liebenswürdige Protagonistin. Ich konnte stets ihre Gedanken nachvollziehen und ihre Gefühle verstehen.

Ridge ist ein herzensguter und aufopfernder Charakter. Obwohl er in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen ist, hat er seinen Humor nicht verloren. Er schreibt Songs für seine Band und wohnt in einer WG.

Die anderen WG-Mitbewohner lernt man ebenfalls gut kennen und sie machen die Geschichte noch einen ticken lebendiger und lustiger.

Als Sydney an ihrem Geburtstag herausfindet, dass ihr Freund sie mit ihrer Mitbewohnerin betrügt, weiß sie nicht wohin und flüchtet sich zu dem süßen Nachbarn Ridge, den sie schon öfter beim Gitarrespielen auf seinem Balkon beobachtet hat. Er bietet ihr an in der WG zu wohnen. Im Gegenzug dafür soll sie mit ihm zusammen Songs für die Band schreiben, da Ridge eine fiese Schreibblockade hat.

Obwohl Ridge in einer glücklichen Beziehung ist und Sydney noch mit ihrem Trennungsschmerz zu kämpfen hat, kommen die beiden sich näher. Sie kämpfen mit aller Gewalt gegen ihre Gefühle, aber manchmal gewinnt das Herz dann doch über den Kopf und trotzdem wissen sie, dass sie das nicht zulassen dürfen.

Am Anfang war die Geschichte noch etwas flach und langatmig. Ich habe etwas länger gebraucht, um mich richtig hineinzulesen und zu -fühlen. Dann wurde es immer witziger und ich kam richtig in den Lesefluss. Maybe someday war ab da ein richtiger Page-turner und vor allem auch emotional.

Jedoch fand ich manche Situationen etwas zu emotional und dramatisch aufgebauscht. Ich fand es ab und zu auch etwas zu kitschig.

Dadurch, dass die Geschichte wieder in zwei Sichten geschrieben wurde, wie man es schon von Colleen Hoover kennt, konnte man sich in beide Protagonisten hineinversetzen und hat ihren Zwiespalt richtig mitfühlen können.

Das Besondere war, dass die Songtexte, die die beiden schreiben wirklich im Buch auch abgedruckt sind und sie individuell zu den Situationen passen. Colleen Hoover hat sich dabei viel Mühe gegeben. Die Texte sind in Englisch und wurden damit nicht übersetzt, was ich gut finde, da man sicher in der Übersetzung andere Wörter und Redewendungen hätte nutzen müssen und dann viel Bedeutung verloren gegangen wäre.

Ein weiteres tolles Special: Man kann sich die Songs tatsächlich auch im Internet anhören.

Das Ende fand ich etwas zu langgezogen, es hätte einfach etwas kürzer ausfallen können. Aber das abschließende Finale war trotzdem sehr schön und berührend.

Fazit:

Maybe Someday ist eine schöne mit etwas Dramatik und Kitsch behaftete Liebesgeschichte. Colleen Hoovers Schreibstil hat mich mal wieder begeistert, ich konnte mitfiebern und es war oft einfach herzzerreißend.

 

3,5herz

 

|Rezension| Hundekuchen zum Frühstück von Elsa Watson

Verlag: weltbild / blanvalet | 416 Seiten | Taschenbuch| 8,99€(D)

Inhalt:

„Jessica ist verzweifelt, denn mangels Kundschaft steht ihr Café vor der Pleite. Der Grund: In ihrer hundeverrückten Stadt ist sie als »Hundehasserin Nummer Eins« verschrien. Nur der attraktive Tierarzt Max kauft noch seinen Kaffee bei ihr, obwohl sie sich nie traut, ihm in die Augen zu sehen. Im Versuch, der Stadt ihre Hundeliebe zu beweisen, rettet sie einen Streuner. Doch prompt wird das ungleiche Paar vom Blitz getroffen – und als Jessica wieder zu sich kommt, hat sie vier Pfoten, eine feine Nase und zottiges Fell. Sie steckt fest im Hundekörper, und der Tierarzt steht vor der Tür …“

Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Hundekuchen-zum-Fruehstueck/Elsa-Watson/Blanvalet-Taschenbuch/e397676.rhd

Meinung:

Jessica hängt sehr an ihrem Café und würde alles tun, um es zu retten. Als Kind wurde sie von ihrer Mutter weggeben und wuchs in mehreren Adoptivfamilien auf. Jessica hat es dich schon seit längerem in ihren treuen Kunden, den gut aussehenden Tierarzt Dr.Max verguckt und verliebt sich auch später als Hund in ihn. Obwohl sie große Angst vor Hunden hat, gewöhnt sie sich schnell an ihr Hundeleben. Dabei verliert sie nie ihr Ziel aus den Augen, nämlich für ihr Café zu werben und versucht alles Hundemögliche, um ihr Café zu retten.

Zoë ist ein aufgeweckte und lebensfrohe Hündin, die sich verlaufen hat. Als sie zum Mensch wird muss sie erstmal lernen, dass Menschen es nicht gerne sehen, wenn sie sich wie ein Hund benimmt. Zoë versucht alles Mögliche, um nach Hause zu kommen und die Aufmerksamkeit ihrer Familie zu erlangen. Während der Zeit, in der Zoë und Jessica gemeinsam ihr Abenteuer bestreiten, wachsen sie sich gegenseitig ans Herz.

Zuerst einmal muss ich loswerden, dass wenn ich im Urlaub nicht eine unglaubliche Langeweile gehabt hätte, dieses Buch aufgrund des Klappentextes niemals in die Hand genommen hätte. Die Idee kam mir im aller ersten Moment doch ziemlich absurd vor, aber das Buch hat mich überrascht. Es hat mir tatsächlich richtig gut gefallen und es war viel besser als erwartet.

Die abwechselnden Sichten von Zoë und Jessica zeigten verschiedene Geschehnisse zur selben Zeit, wodurch ich eine umfassende Einsicht in die Geschichte hatte und auch mehr Abwechslung geschaffen wurde.

Ich fand es oft sehr lustig, vor allem wenn sich Zoë als Mensch wie ein Hund benimmt.

Es war unglaublich interessant die Protagonistinnen zu begleiten und ich fühlte oft richtig mit ihnen. Ihre Gefühle waren nachvollziehbar und die beiden waren mir sehr sympathisch.

Jedoch fand ich die Handlung trotz allem etwas seltsam und es erinnerte mehr an ein Kinderbuch, auch wegen des verspielten Charakters von Zoë.

Fazit:

Eine sehr lustige Geschichte für Hundeliebhaber über eine besondere Freundschaft, die besser ist als man vielleicht erwartet. Mit den sympathischen Charakteren hat man ein durchgängiges Lesevergnügen.

4herz

|Rezension| Die Auserwählten #3- Die Auserwählten in der Todeszone von James Dashner

 

Verlag: Carlsen | 464 Seiten | Taschenbuch | 9,99€ (D)

 

Inhalt:

Thomas und seine Freunde sind aus der Brandwüste geholt worden und ins Hauptquartier von ANGST gebracht worden, wo sie ihre Erinnerungen zurück bekommen sollen, damit die letzte Phase für das Erlangen des Masterplans der Heilung der Krankheit „Der Brand“, die schon viel zu weit fortgeschritten ist-die Menschheit steht kurz vor dem Aussterben-eingeleitet werden kann.

Doch Thomas lässt sich von ANGST nicht nochmal manipulieren und flieht. Mithilfe der Organisation „Der rechte Arm“ muss er ANGST endgültig stoppen.

Meinung:

Thomas lehnt die Wiederherstellung seiner Erinnerungen ab, da er Angst hat, wieder von ANGST manipuliert zu werden oder sogar seine Meinung gegenüber ANGST wieder zu ändern. Er hat ein schlechtes Gewissen, da er weiß, dass er verantwortlich für das alles ist und möchte es auch wegen seiner Freunde wieder gut machen. Thomas macht alles, um seine Freunde zu schützen und es macht ihn wütend, dass ihm das nicht immer gelingt.

Die Beziehung zwischen Thomas und Brenda konnte mich einfach nicht überzeugen. Ich habe überhaupt keine Chemie zwischen den Beiden gespürt und finde einfach, dass sie nicht zusammen passen.

Ansonsten bringen die anderen Charaktere im Buch wieder etwas Humor in die Geschichte und sie wuchsen mir außerdem immer mehr ans Herz.

Das ganze Buch über passiert immer irgendetwas, es kommt nie zu einer Pause in der Handlung, weshalb es auch nie langweilig wurde. Deshalb konnte ich die Geschichte sehr flüssig und auch viel an einem Stück lesen. Die kurzen Kapitel haben den Lesefluss noch zusätzlich gefördert, da man einfach direkt einen Fortschritt gemerkt hat und dadurch motiviert war weiterzulesen.

Die Umwelt wurde sehr ausführlich beschrieben, aber ich konnte diesmal nicht so gut in diese Welt eintauchen, sodass ich mir nicht alles so genau vorstellen konnte, wie es beschrieben wurde.

Obwohl die Spannung da war, konnte sie mich nicht ganz einnehmen. Dafür war das Finale umso spannender und ging für mich viel zu schnell vorbei. Das Ende hat mich schließlich etwas enttäuscht.

Fazit:

Dieser Abschluss der Trilogie war eigentlich wirklich gut. Es gab spannende Elemente und auch die Charaktere lagen mir sehr am Herzen, jedoch war das Ende nicht ganz so wie erhofft.

 

3,5herz

 

|Rezension| Ruht das Licht (Mercy Falls Bd.2) von Maggie Stiefvater

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Verlag: script5 | 400 Seiten |Hardcover | 18,90€ (D)

Achtung diese Rezension könnte Spoiler enthalten, wenn ihr den ersten Teil noch nicht gelesen habt!

Inhalt:

„Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.

Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.

Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird.“

Quelle von Inhalt und Bild: http://www.script5.de/titel-2-2/ruht_das_licht-5371/

Meinung:

Da mir Nach dem Sommer, der erste Band der Mercy Falls-Rheihe sehr gut gefallen hat, hatte ich große Erwartungen an Ruht das Licht.

Sam lernt man in diesem Teil etwas besser kennen. Er kann es noch nicht glauben, dass er nun kein Wolf mehr ist und eine offene Zukunft vor ihm liegt.

In diesem zweiten Teil haben wir zwei neue Protagonisten. Da ist zum einen Isabel, die wir schon im ersten Teil kennengelernt haben und außerdem kommt Cole neu hinzu.

Man lernt Isabel und ihr Familienleben besser kennen. Sie ist sehr temperamentvoll, direkt und bildet einen starken Kontrast zu der eher ruhigen Grace. Außerdem glaubt Isabel, sie sei schuld am Tod ihres Bruders.

Cole möchte ein Wolf sein, um sich zu vergessen, aber dummerweise verwandelt er sich dauernd in einen Menschen zurück. Cole ist ein sehr interessanter Protagonist und bildet wie Isabel einen Kontrast zu Sam und Grace. Irgendwie konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich ihn mochte, aber er brachte in die Geschichte neuen Schwung und freute mich immer, wenn Coles Sicht dran war, weil ich einfach seinen Charakter genial und erfrischend fand.

Diese beiden Charaktere brachten wirklich frischen Wind und Abwechslung in die Geschichte, das hat mir sehr gefallen.

Grace rückt in diesem Teil etwas in den Hintergrund, aber ihr Problem steht im Zentrum der Geschichte.

Ich liebe diese ausgewogen Mischung an Charakteren und dass das Buch in verschiedenen Sichten geschrieben ist, sodass man jeden Protagonisten besser kennenlernt.

Maggie Stiefvater schafft es jedem Protagonisten durch einen differenzierten Schreibstil und unterschiedlicher Wortwahl einen anderen Charakter beziehungsweise eine eigene Stimme zu geben.

Dabei konnte sie die Gefühle durch ihre Wortwahl und Beschreibung total gut vermitteln, sodass ich die Emotionen nachempfinden konnte. So stark, wie in diesem Buch, hatte ich das bisher noch nie. Für dieses Können bewundere ich die Autorin sehr.

Noch dazu konnte sie ohne übermäßig die Umgebung zu beschreiben, die Handlung bildhaft vor meinem Auge erscheinen lassen. Ich konnte in die Geschichte richtig eintauchen. Obwohl dieses Buch natürlich eigentlich Fantasy ist, wirkt alles total authentisch und real.

Fazit:

Der zweite Band der Mercy Falls-Reihe hat mir noch besser gefallen als der erste. Maggie Stiefvaters Schreibstil hat mich begeistert und auch die Vielfalt der Protagonisten machen diese Reihe zu etwas ganz Besonderem.

5herz

 

|Rezension| Selection – Die Elite von Kiera Cass

Verlag: Fischer Sauerländer| 384 Seiten | Hardcover | 16,99 € (D)

Inhalt: 

„Das ganz große Glück?

Von den 35 Mädchen, die um die Gunst von Prinz Maxon und die Krone von Illeá kämpfen, sind mittlerweile nur noch 6 übrig. America ist eine von ihnen, und sie ist hin- und hergerissen: Gehört ihr Herz nicht immer noch ihrer großen Liebe Aspen? Aber warum hat sich dann der charmante, gefühlvolle Prinz hineingeschlichen? America muss die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen. Doch dann kommt es zu einem schrecklichen Vorfall, der alles ändert.“

Quelle: http://www.fischerverlage.de/buch/selection_die_elite/9783737362429

Meinung:

America ist eine sehr sympathische und authentische Protagonistin. Ich konnte ihre Gedanken und Handlungen gut nachvollziehen, dabei vergaß ich oft, dass sie erst 17 Jahre alt ist. Abundzu handelte sie aber genau ihrem Alter entsprechend, was sie für mich aber irgendwie noch authentischer wirken lassen hat.

Ich fand sehr schade, dass Maxon in diesem Teil etwas vernachlässigt wird und man nicht so viel von ihm mitbekommt, was aber eben in den Fortlauf der Geschichte entsprechen passte.

Die Dreiecksgeschichte mit Aspen fand ich ziemlich aufregend und spannend und machte mich zugegeben wirklich nervös.

Ich hätte mir gewünscht Americas Konkurrentinnen noch besser kennenzulernen, was nur wenig der Fall war, außer einer Ausnahme.

Die Rebellenangriffe hätten meiner Meinung nach spannender gestaltet werden sollen. Sie haben sich mehrfach wiederholt, hatten aber keine enorme Steigerung vom einen zum anderen.

An sich war die Geschichte aber immer sehr ansprechend und flüssig zu lesen. America bekommt immer wieder neue Aufgaben und Herausforderungen, die sie sich stellen muss, wodurch mir nie langweilig wurde und ich immer weiterlesen wollte und auch wissen wollte, was als nächstes passiert.

Ich konnte total in die Geschichte eintauchen und mir alles sehr gut bildlich vorstellen, sodass ich oft die Welt um mich herum vergaß.

Fazit:

Meine hohen Erwartungen an den 2. Teil der Reihe wurden erfüllt, wobei ich mir noch ein wenig mehr Spannung gewünscht hätte. Auf jeden Fall ist „Selection-Die Elite“ eine gelungene Fortsetzung mit authentischen Charakteren und toller Handlung.

4herz

|Rezension|Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater

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Quelle: http://www.script5.de/titel-0-0/nach_dem_sommer-5365/

Verlag: scrip5 | 424 Seiten | Hardcover| 18,90€ (D)

Inhalt:

Grace ist besessen von den Wölfen, die jeden Winter im Wald hinter ihrem Haus auftauchen, unter ihnen „Ihr Wolf“ mit den gelben Augen, der sie gerettet hat, als sie in Kindesalter von den Wölfen angegriffen wurde.
Sam beobachtet Grace im Winter als Wolf und im Sommer als Mensch, doch als die beiden aufeinandertreffen und sich ineinander verlieben, ist es das letzte Jahr für Sam, in dem er ein Mensch sein kann. Und der Winter steht schon vor der Tür, in dem es Zeit wird sich für immer zu verabschieden.

Personen:

Grace ist eine sehr gute Schülerin und für sie muss immer alles in Ordnung sein. Ihre Eltern sind nicht oft zu Hause und obwohl sie denkt, dass ihr das nichts aus macht, merkt sie doch, dass sie sich vernachlässigt fühlt.
Sie liebt es die Wölfe zu beobachten, vor allem ihren Wolf.

Sam wurde schon als Kind gebissen, wodurch er zum Wolf wurde. In seiner Vergangenheit ist etwas geschehen, was ihn als Trauma immer noch begleitet und zu schaffen macht. Er dichtet Liedzeilen zu den Momenten, die er erlebt, mag Musik und Literatur.
Sam liebt seinen Ziehvater, von dem er viel gelernt hat und die Mitglieder seines Rudels, jedoch bevorzugt er das menschliche Leben und kann nicht verstehen, warum ihm so wenige Sommer vergönnt waren, in denen er ein Mensch sein konnte. Er würde sein Leben aufs Spiel setzen, um einen Weg zu finden für immer ein Mensch zu sein, um bei Grace zu bleiben.
Es werden mehrere Nebencharaktere ausführlich vorgestellt und beschreiben, was der Geschichte noch mehr Leben gibt.

Meinung:

Ich konnte das Buch sehr schnell und flüssig lesen, die Seiten flogen an mir vorbei ohne, dass ich es merkte. Die Geschichte ließ mich in sie eintauchen und alles um mich herum vergessen.
Mal wieder hat mich total begeistert, dass das Buch in zwei Sichten geschrieben wurde, ich liebe es einfach!
Ich bevorzugte dabei eher Sams Sicht, da ich seinen Charakter besonders mochte.
Die Liebesgeschichte wurde in diesem Buch schon sehr früh eingefädelt, was mich aber nicht störte und was auch nicht langweilig wurde.
Der Schreibstil gab den Figuren eigene zusätzliche und individuelle Charakterzüge.
Die Geschichte war lange Ereignislos und auch, dass beschrieben wurde, wie alle Tage gleich abliefen, gefiel mir nicht so sehr. Aber gegen Ende wurde nochmal so richtig Spannung aufgebaut und ich konnte mit den Charakteren mitfühlen.
Die Geschichte war sehr unvorhersehbar und es gab einige Überraschungen und Dinge, die ich nicht so erwartet hatte.
Die Idee der Werwölfe ist zwar nicht sehr neu, aber die Autorin gab ihre eigenen Details hinzu, wodurch es doch anders ist, als das was man schon so kennt.

Fazit:

Eine fantasievolle und mitreisende Liebesgeschichte, die ich unglaublich schnell lesen konnte und dessen Emotionen mich ergriffen haben, sodass ich bis zum Schluss mitfieberte. „Nach dem Sommer“ macht auf jeden Fall neugierig auf die Folgebände.

4,5herz