|Lifeupdate|Meine zweite Woche in Stuttgart oder das kalte Wasser meines unvorbereiteten Erwachsenenlebens

Inzwischen ist schon meine dritte Woche in Stuttgart fast vorbei und ich habe euch noch kein Update über meine zweite Woche hier geliefert.

Diese zweite Woche stand ganz unter dem Motto: Schmeiß mich ins kalte Wasser des Erwachsenenlebens!

Angefangen mit dem Einkaufen. Keine 10 Meter weg von meinem Studentenwohnheim ist ein Supermarkt, wo man eigentlich alles bekommt, was man so braucht. Von der Organisation in diesem Laden – man findet das meiste dort, wo man es gerade nicht erwartet-abgesehen, ist das doch ziemlich praktisch. Es verlockt jedoch zu einem unökonomischen Einkaufen, das bei mir so aussieht, dass ich merke, dass mir etwas fehlt, ich kurz in den Laden laufe und es kaufe und am nächsten Tag merke ich wieder, dass ich noch etwas brauche und laufe natürlich wieder gleich rüber. Meine Versuche einen Einkaufszettel zu schreiben helfen dabei irgendwie auch nichts, weil mir zwei Tage später dann doch wieder etwas fehlt. So laufe ich also fast täglich durch den ganzen Laden, länger als man bei einer normalen Ordnung bräuchte, und suche meine sieben Sachen zusammen. Meisten sind es keine sieben, sondern nur so zwei bis drei.

Also das möchte ich unbedingt noch in den Griff bekommen, damit ich besser planen kann, was ich brauche und demnach vielleicht nur einmal in der Woche einkaufen gehen muss.

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Das zweite Thema, mit dem man sich eigentlich nur befassen muss, wenn man alleine wohnt, ist Wäsche waschen. In unserem Studentenwohnheim gibt es einen Waschraum -inzwischen habe ich herausgefunden, dass es sogar zwei gibt – mit Waschmaschinen und Trockner und ein paar Wäscheleinen. Dort ist es allerdings so kalt, dass ich befürchte, dass meine Kleidung eine Woche bräuchte um zu trocken, wenn ich sie dort aufhängen würde. Nun ja um dort hinzukommen, muss ich mit dem Aufzug in den Keller fahren und in die Tiefgarage laufen, diese durchqueren und dann ein anderes Gebäude betreten.

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Es hat also damit angefangen, dass ich kein Waschmittel hatte, weil ich, warum auch immer davon ausgegangen bin, dass es dort welches für die Allgemeinheit gibt. Dies war leider nicht so. Ich sah dort aber viele leere Flaschen mit flüssigem Waschmittel. Zu Hause hatte ich bisher immer nur festes benutzt. Ich stellte mir also die Frage, ob es Waschmaschinenabhängig ist, welches man denn nun bräuchte. Noch weitere Überlegungen und Fragen rund um das richtige Waschmittel sausten durch meinen Kopf und ich war eigentlich komplett überfordert vor den Regal mit Waschmitteln gestanden. Letztendlich habe ich mir eins gekauft und es funktioniert, was will man mehr? Noch dazu kaufte ich mir ein Farbfängertuch, das auslaufende Farbe auffangen würde, damit sich nichts verfärbt.

Um mein ganzes Waschmaschinen Drama jetzt doch etwas kürzer zu halten:

Ich habe meine Wäsche gewaschen, die Waschmaschine hatte keine Zeitanzeige, ich bin gefühlte tausendmal hoch und runter mit dem Aufzug gefahren, um zuschauen, ob meine Wäsche fertig ist. Dann habe ich die Sachen noch in den Trockner und bin weitere tausendmal hoch und runter gefahren. Um halb 12 nachts, hatte ich keine Lust mehr zu warten, habe nette Japaner darum gebeten, meine Wäsche in meinen Wäschekorb zu legen, wenn sie nochmal hier vorbeischauen und ihre Wäsche abholen. Am nächsten Morgen habe ich dann meine Wäsche abgeholt. Es waren so ungefähr drei Teile trocken, den Rest musste ich noch einmal in meinem Zimmer aufhängen. Fazit: das Geld für den Trockner spare ich mir ab sofort.

So Schluss mit der Wäscheanekdote. Wir kommen zur nächsten Peinlichkeit meines unvorbereiteten Erwachsenenlebens: Wie klappe ich ein Bügelbrett zusammen? Also ihr müsst wissen, bei uns zu Hause steht das Bügelbrett an einem festen Platz und wird nie abgebaut. Jetzt habe ich also zum Bügeln mein Bügelbrett aufgeklappt und bekam es nicht mehr zu. Ein Youtubetutorial gab es leider auch nicht, ja ich habe wirklich danach gesucht. Nachdem ich meine Mutter angerufen und nachgefragt habe, ging es ganz easy. Aber darauf muss man ja auch erstmal kommen.

So sonstige Dinge die in meiner Woche passiert sind:

Ich habe diese Woche die Redaktion meiner Arbeitsstelle kennengelernt, sowohl Print als auch Digital, also die Onlineredaktion. Das Handwerk eines Blattmachers habe ich mit eingeschränkter Interesse verfolgt. Trotzdem hatte ich tolle Einblicke, durfte mit in die große Konferenz und es hat mir Spaß gemacht die Vorgänge einer Redaktion zu beobachten.

Dann bin ich am Wochenende ganz spontan nach Hause gefahren. Eigentlich wollte ich direkt von Stuttgart aus zur Frankfurter Buchmesse fahren, aber es hat sich mir eine tolle Möglichkeit geboten zuerst nach Hause zu kommen und das habe ich dann natürlich gleich ausgekostet.

Dann war ich am Samstag auf der Frankfurter Buchmesse, dazu findet ihr hier einen ausführlichen Bericht.

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Am Sonntag habe ich mich dann endlich mal wieder mit meinem Freund getroffen. Da es unser Monatstag war, hat das super gepasst und wir hatten eine richtig schöne Zeit zusammen. Am Sonntagabend ging es dann zurück nach Stuttgart.

So das war meine Woche. Hattet ihr auch so Probleme wie ich, als ihr ausgezogen seid? Oder bin ich die einzige Blöde? Wer von euch war denn auch auf der Frankfurter Buchmesse?

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7 Kommentare zu „|Lifeupdate|Meine zweite Woche in Stuttgart oder das kalte Wasser meines unvorbereiteten Erwachsenenlebens

  1. Huhu,

    ich liege seit der Messe imme rnoch flach, es hat mich so richtig schön erwischt,
    aber schön war die Messe trotzdem. Mit Deiner Waschproblematik gehe ich davon aus, dass Du bald in etwa ein Gespür dafür bekommst, wielange so eine Maschine dauert und Dir dann einfach nur noch den Wecker stellen musst. Zum Thema Trockner kann ich Dir nur raten aufzupassen, denn die meisten Sachen kommen da kleiner als vorher wieder heraus. Ich trockne generell nur noch Handtücher und Bettwäsche im Trockner, sicher ist sicher 🙂 Das so ein Siupermarkt um die Ecke sehr verlockend ist, kann ich mri total gut vorstellen, da hilft vermutlich tatsächlich wohl nur eiserne Disziplin.Dann wünsche ich Dir weiterhin viel Erfolg und vor allem viel Spaß.

    Liebe Grüße
    konzi

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  2. Liebe Pascale
    Das klingt nach einer sehr aufregenden Woche für dich, so lauter Wäsche waschen und einkaufen gehen 😀
    Ich wohne noch Zuhause bei meinen Eltern, weshalb ich deine Frage leider nicht beantworten kann. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass ich mich auch so anstellen werde, sobald ich eine eigene Wohnung habe. Das dauert aber bestimmt noch ein oder zwei Jahre, je nach dem ob ich Reisen will oder nicht.
    Liebe Grüsse
    Julia

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    1. Ich gebe dir einen Tipp: Drücke dich nicht zu oft vor Haushaltsarbeiten, dann wirst du sicherlich besser vorbereitet sein als ich, wenn du ausziehst haha 😀
      Uhh weißt du schon wohin du reisen möchtest?:)

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