|Rezension| Nox unten von Yves Grevet

Verlag: dtv | 319 Seiten | Taschenbuch | 9,95€ (D)

 

Inhalt

Die Wolke Nox teilt die Stadt in ein Oben und Unten. Die Menschen von unten sind bedeckt durch diese Wolke, wodurch sie in Dunkelheit und Gestank leben müssen. Hier leben nur die Armen, Gerges, der Sohn des Chefs der Miliz, die in der Unterstadt das Sagen hat und von allen Bewohnern aufgrund ihrer Gräueltaten und Unsittlichkeit gefürchtet wird und Lucen, der mit seiner Freundin Firmie sein Leben verbringen möchte, wogegen aber seine Eltern sind. In der Oberstadt bei den Reichen lebt Ludmilla, deren Kindermädchen aus der Unterstadt kommt und unerwartet von ihrem Vater zurückgeschickt wird. Doch das Kindermädchen hinterlässt einen Brief, worin sie Ludmilla über die Zustände der Unterstadt aufklärt, woraufhin Ludmilla beschließt etwas für die Bewohner der Unterstadt tun zu wollen.

Meinung

Die Geschichte wird in drei verschiedenen Perspektiven erzählt, wodurch man sowohl von der Unterstadt als auch von der Oberstadt Eindrücke geschildert bekommt und auch unterschiedliche Wahrnehmungen einer Situation vermittelt werden.

Normalerweise finde ich Bücher mit verschiedenen Perspektiven richtig toll, jedoch hat mir bei diesem Buch gestört, dass die Handlungen nicht unbedingt chronologisch bei dem Wechseln des Erzählers fortgeführt wurde, sondern man sich wieder z. B. drei Tage vor dem Zeitpunkt befand, bei dem man in der anderen Perspektive gerade war, was mich immer wieder verwirrt hat und auch den Lesefluss etwas störte.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, auch wenn ihre Namen sehr sonderbar waren und mir die Aussprache eigentlich bei allen unklar war. Sie wurden individuell gestaltet und jeder brachte für sich seinen eigenen Charme in die Geschichte. Dadurch, dass die Charaktere sehr unterschiedlich waren und auch unterschiedliche Auffassungen und Meinungen hatten, bekam man ein facettenreiches Bild dieser dystopischen Welt und der Menschen darin.
Außerdem konnte ich mir die Zustände und das Aussehen der Stadt trotz eher weniger ausführlichen Beschreibungen sehr gut vorstellen.
Die Sprache in diesem Buch ist sehr einfach gehalten, es gibt keine langen verschachtelten Sätze, sondern eher kurze Sätze, ohne viel Ausschmückungen. Teilweise hätte ich mir eine ausdrucksstärkere Schreibweise gewünscht, allerdings hat dieser Schreibstil auch zur Stimmung des Buches gepasst.
Das Thema und die Handlung der Geschichte fand ich sehr ansprechend und ich hatte gefallen daran, das Buch zu lesen. Jedoch war der Spannungsaufbau etwas holprig. Die Spannung baute sich zwar langsam auf, aber das dauert wirklich sehr lange bis ungefähr zu den letzten 50 Seiten. Dadurch, dass das Buch der erste Teil einer Duologie ist, sollte man es also eher als Einführung in die Welt und die Geschichte sehen und sich noch nicht zu viel aufregende Handlung erhoffen.

Das Ende des Buchs kam dann plötzlich ganz schnell, die Spannung war gerade etwas aufgebaut, da endet das Buch mitten in der Geschichte, was vielleicht ein versuch war einen Cliffhanger zu erzeugen, was meiner Meinung nach nur mittelmäßig gelungen ist. Es wirkt eher so, als wäre die Geschichte nur abgebrochen worden, um noch ein zweites Buch aus der Geschichte zu machen. Ich weiß nicht was alles im zweiten Teil passieren wird, aber ich könnte mir vorstellen, dass das Ganze in ein Buch gepasst hätte.

Fazit

Nox unten von Yves Grevet ist der erste Teil einer Duologie und ein dystopischer Jugendroman. Obwohl einige Kleinigkeiten zu bemängeln hatte, hat mir die Geschichte im großen und ganzen gefallen und ich bin gespannt, wie es weiter geht.

3herz

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4 Kommentare zu „|Rezension| Nox unten von Yves Grevet

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